Initiator
gefördert vom
Bündnis für Familie
Oberbergischer Kreis
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.

Was versteht man unter „Leuchtturm“?
Für die Freiwilligendienste aller Generationen, die am 1. Januar 2009 starteten, sind bundesweit 46 Projekte ausgewählt worden, die Leuchttürme genannt werden. Sie bilden als herausragende Beispiele bürgerschaftlichen Engagements das Herzstück des neuen Freiwilligendienstes und sollen helfen, den neuen Freiwilligendienst bundesweit zu etablieren. Die Leuchttürme sind auf alle Bundesländer entsprechend der Bevölkerungszahl verteilt.
Aus dem begleitenden Bundesprogramm erhalten einzelne Projekte (Leuchttürme) für einen Zeitraum von drei Jahren jeweils 50.000 Euro Förderung pro Jahr, die u.a. für die Qualifizierung und Begleitung der Freiwilligen eingesetzt werden.
Wie unterscheiden sich Freiwilligendienste vom „normalen“ Ehrenamt?
Wenn auch die Aufgaben zwischen einem „normalen“ Ehrenamt und einem Freiwilligendienst identisch sein können, so gibt es doch einige gravierende Unterschiede zwischen diesen beiden Formen des Freiwilligenengagements. Bei den Freiwilligendiensten sind die Aufgaben genau beschrieben und die Freiwilligen verpflichten sich für einen festgelegten Zeitraum. Dies wird schriftlich vereinbart. Beim „normalen“ Ehrenamt hingegen gibt es diesen Zeitraum nicht und ebenfalls keine schriftlichen Verpflichtungen.
Was sind Freiwilligendienste aller Generationen?
Bei den Freiwilligendiensten aller Generationen handelt es sich um eine bestimmte Art der ehrenamtlichen Tätigkeit mit festgelegten Bedingungen. Hierzu zählt unter anderem der zeitliche Rahmen. Die Freiwilligendienste umfassen mindestens acht Stunden pro Woche über einen Zeitrahmen von mindestens einem halben Jahr. Anders als z.B. bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr, bei dem die Altersgrenze bei 27 Jahren liegt, gibt es bei den Freiwilligendiensten aller Generationen keine Altersbegrenzungen. Die im Freiwilligendienst Tätigen sind haftpflicht- und unfallversichert und erhalten eine Qualifizierung.
Was ist Weitblick?
Die Initiative „Weitblick - Freiwilligendienste aller Generationen im Oberbergischen Kreis“ installiert ein kreisweites Netz von Freiwilligenbörsen an 13 Standorten. Hierdurch wird eine Struktur geschaffen, die ein bedarfsgerechtes, zielgruppenorientiertes Engagement stützt und fördert. Es gibt Einsatzmöglichkeiten für Ehrenamtliche z.B. in den Bereichen Bildung und Kultur, Gesundheit und Pflege, Sport, Technik und Soziales.
Die Koordination in den Freiwilligenbörsen übernehmen speziell ausgebildete ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die in diesem Projekt Standort-Lotsen genannt werden. Die Standort-Lotsen arbeiten in dem neuen Dienstprofil: „Freiwilligendienste aller Generationen“. Sie sollen engagierte Menschen aller Altersgruppen gewinnen und begleiten. Außerdem suchen die Standort-Lotsen geeignete Einrichtungen und Projekte, in denen die Freiwilligen ihre Dienste absolvieren können.
Welchen Nutzen bringt Weitblick für Städte und Gemeinden?
Bürgerschaftliches Engagement ist im Hinblick auf die demografische Entwicklung ein gesellschaftliches Muss. Natürlich sind freiwilliges Engagement und die Freiwilligendienste kein „billiger Ersatz“ für sozialstaatliche Leistungen, die auf Grund von knapper werdenden Geldmitteln nicht mehr finanziert werden können. Freiwilliges Engagement ist eher als Ergänzung zu bereits bestehenden Leistungen oder Projekten zu verstehen. Keinesfalls soll ehrenamtliche Arbeit hauptamtliche Arbeit ersetzen.
Bürgerengagement ist auch ein positiver Standortfaktor, der sich darauf auswirkt, ob Menschen gerne an ihrem Ort leben, ob sie sich mit ihrer Gemeinde, ihrer Stadt oder Region identifizieren. Viele Projekte und Initiativen sind erst durch freiwilliges Engagement überhaupt möglich.
Wenn Engagement durch flexible und unbürokratische Hilfen und Rahmenbedingungen unterstützt wird, hat die Kommune am Ende einen spürbaren Gewinn.
Welchen Nutzen bringt Weitblick für Engagierte?
Wie bei allen ehrenamtlichen Tätigkeiten gibt es für den Einsatz keinen finanziellen Ausgleich – abgesehen von einer Kostenerstattung. Der Lohn ist vielmehr ideell und besteht hauptsächlich aus der Begegnung mit anderen Menschen und der Lebenserfahrung, die man während des Einsatzes sammelt. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten einzubringen, sich weiterzuentwickeln und sich für neue Aufgaben zu qualifizieren. Sich nützlich zu machen und etwas Sinnvolles zu tun - für andere und sich selbst - ist niemals umsonst.
Weitblick - die Idee
Die Aufgaben des Projekts im Überblick
- Sensibilisierung zum Thema Freiwilligenengagement durch Öffentlichkeitsarbeit in Bevölkerung, Politik und Verwaltung
- Vernetzung von Freiwillig Engagierten und Professionell Tätigen
- Erstellung einer Übersicht der Freiwilligenangebote bzw. Tätigen
- Erstellung einer Internetplattform
- Schaffung einer flächendeckenden Struktur im ländlichen Flächenkreis, die ein bedarfsgerechtes zielgruppenorientiertes Engagement stützt und steuert
- Aufbau eines kreisweiten flächendeckenden Freiwilligen-Netzes mit Anlaufstellen in den 13 Städten und Gemeinden
- Schulung von Freiwilligen als Multiplikatoren in den Stützpunkten, die durch Qualifikation & Begleitung das Netzwerk lebendig halten
- Akquise von Freiwilligen aller Generationen
- Ideenschmieden in den Städten und Gemeinden (Entwicklung der Einsatzfelder)
- Qualifizierung von Freiwillig Tätigen mit modularem Qualifizierungsaufbau:
- Multiplikatoren/Standortlotsen für Freiwilligenstützpunkte in den 13 Kommunen
- Assistenz für Schwangere und junge Mütter
- Assistenz bei Behörden-Angelegenheiten
- ... weitere folgen


