Suche

Suche

Initiator

Engagement schlägt Brücken

gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Bündnis für Familie

Oberbergischer Kreis
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.
Wirtschaftsstandort Oberberg

www.familie-in-oberberg.de

.

Verein „Noh bieneen“

Claudia Finke, Noh Bieneen„Wenn ich heute durch das Haus hier in Thier gehe, freue ich mich einfach darüber, was wir hier geschafft haben“, sagt Claudia Finke, Vorsitzende des Vereins „Noh bieneen“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jungen Erwachsenen mit Behinderungen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben in ländlicher Umgebung zu ermöglichen. Selbst Mutter einer 26 Jahre alten, mehrfach schwerstbehinderten Tochter, war es der Gedanke an deren Zukunft, der sie auf die Idee eines eigenen betreuten Wohnprojektes brachte. Angeregt durch Ferienaufenthalte ihrer Tochter Sarina auf einem Bauernhof in Norddeutschland, gründete sie gemeinsam mit der heutigen stellvertretenden Vorsitzenden Martina Raczkowiak und weiteren Eltern behinderter Kinder 1996 den Verein „Noh Bieneen“ und ist seitdem als dessen Vorsitzende tätig. Die gelernte Betriebswirtin hatte vorher bereits viele Jahre ehrenamtlich bei der Lebenshilfe Wermelskirchen gearbeitet und somit einen guten Einblick in die Vorstandsarbeit eines Vereins erhalten.

„Dennoch waren die ersten Jahre ziemlich hart“, erinnert sich Claudia Finke, „wir mussten an so viele Dinge denken, Gelder sammeln, Öffentlichkeitsarbeit leisten, Behördengänge erledigen und oftmals wurden wir auch ein bisschen belächelt für unsere Idee.“ Doch die viele Arbeit zahlte sich aus und der Verein hatte bereits nach 6 Jahren durch viele Aktionen wie Basare und Spendenaufrufe genügend Eigenkapital gespart, um nach einem geeigneten Gebäude Ausschau zu halten.

 

Nach längerer Suche und tatkräftiger Unterstützung durch den Architekten fand man schließlich den alten Bauernhof in Wipperfürth-Thier. Nach Renovierung und Umbau, die größtenteils in Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder durchgeführt wurden, entstanden hier 1000 Quadratmeter Wohnfläche, die im Sommer 2003 bezugsfertig waren. Mittlerweile leben 22 Bewohner in dem Haus, die Landwirtschaft wurde aufrecht erhalten und so können die jungen Menschen ab 18 Jahren ein sehr ländliches Leben in Gesellschaft vieler Tiere genießen. Durch die ständige Entwicklung neuer Ideen und Konzepte ist die Arbeit nicht weniger geworden, so wurden vor Kurzem neue Stallungen für die Tiere gebaut, seit diesem Jahr gibt es den Familienunterstützenden Dienst und schon seit längerem wird in einem Nebengebäude die Möglichkeit zum Ambulant Betreuten Wohnen angeboten. Besonders wichtig ist für Claudia Finke die gute Zusammenarbeit mit ihren drei weiteren Kolleginnen aus dem Vorstand.

 

„Alleine könnte ich das hier niemals leisten“, sagt sie, „wir sind hier ein richtig gutes Team.“ Sie würde sich freuen, wenn „einfach mehr Menschen in ihrem Alltag viele kleine, gute Dinge tun würden, manchmal reicht es ja auch schon, einen Kuchen für einen guten Zweck zu backen.“ Ihre eigene Motivation für die ehrenamtliche Tätigkeit entstand aus ihrer persönlichen Betroffenheit und der Notwendigkeit, ihrer Tochter und anderen behinderten Menschen eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen. „Wollen erzeugt Kraft“, nach diesem Motto hat sie mit vielen Gleichgesinnten und Helfern einem Traum Wirklichkeit werden lassen und dabei viele Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt. „Heute vergeht kein Tag ohne „Noh bieneen“, sagt sie, doch wenn ihr dann ein Besucher von der „heimeligen Atmosphäre“ im Haus vorschwärmt, dann weiß sie, dass jede Stunde ihrer Arbeit die Investition wert ist. Anzeige Kein Tag vergeht ohne „Noh Bieneen“

Quelle: Anzeigenecho



.