Suche

Suche

Initiator

Engagement schlägt Brücken

gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Bündnis für Familie

Oberbergischer Kreis
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.
Wirtschaftsstandort Oberberg

www.familie-in-oberberg.de

.

„Dienen kommt vor verdienen“

Heidi Gebhard- Stationen eines bewegten Lebens

Heidi Gebhard„Du musst immer Gutes für die Menschen tun und nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen“, das gaben die Eltern von Heidi Gebhard ihrer Tochter mit auf den Lebensweg. Daran hat sich die heute 87-jährige Heidi Gebhard, geboren im schlesischen Schwientochlowitz, streng gehalten. Die gelernte MTA setzt sich seit ihrer Jugend für Bedürftige und soziale Projekte ein. 1942 ist sie von zuhause fortgegangen, um mit dem roten Kreuz zuerst in Liegnitz als Krankenschwester zu arbeiten. Später übernahm sie dann in Bad Hermsdorf die innere Abteilung eines Labors. Von 1944
bis 1945 hat sie in Lazaretten gearbeitet und vielen verletzten Soldaten zu etwas mehr Lebensfreude verholfen hat, indem sie Extraportionen Schokolade und Zigaretten besorgte. Eineinhalb Jahre war sie in Wollmatingen in französischer Gefangenschaft. In dem Entlassungslager in Singen am Hohentwiel lernte sie ihren ersten Mann kennen. 44 Jahre lebte sie in Mainz und vor 17 Jahren zog Gebhard zu ihrem zweiten Mann nach Waldbröl. Großes Engagement
setzt sie in die Partnerstadt von Waldbröl, Swiebodzice.

Foto: Rechenberger

„Ich bin sehr hartnäckig, da kenn ich gar nichts“, betont die resolute Dame. Nach der Flutkatastrophe in Polen ging sie von Haus zu Haus, von einem Dorf zum anderen und sammelte kurzerhand 3.000 DM für die Unterstützung der Betroffenen. „Uns Deutschen gehen leider die die Tugenden Bescheidenheit und Sparsamkeit verloren“, bedauert die rüstige Dame. „Dienen kommt vor verdienen“, ist ihr Motto. 2007 wurde die Waldbröler Bürgerstiftung gegründet. Sofort war Heidi Gebhard auf dem Plan. „Ich bin Kuchen betteln gegangen“, schildert sie den Einstieg in die Privatinitiative. Unterstützt von mehreren Waldbröler Frauen, sowie der Stadt, wird regelmäßig ein Stand auf dem Vieh- und Krammarkt eingerichtet, bei dem Kaffee und Kuchen zu Gunsten der Bürgerstiftung verkauft wird. Seit 17 Jahren ist sie in der Politik tätig. Sie ist sachkundige Bürgerin, sitzt im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur und gehört dem Vorstand der Senioren-Union an. „Ich habe noch so viele Pläne“, erzählt Heidi Gebhard, und wenn man sie so aktiv und lebensmunter sieht, weiß man, dass sie noch einiges bewegen wird. Als nächstes möchte sie im Fernsehen bei „Beckmann“ über ihr Leben berichten.

Quelle: Anzeigenecho



.