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Oberbergischer Kreis
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.
Wirtschaftsstandort Oberberg

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Der ehrenamtliche „Offizielle“ des CVJM Oberwiehl

Wilhelm Quast ist der Mann hinter den Kulissen

Wilhelm Quast„Gerade hier in Wiehl beobachte ich viele Menschen, die sich, genau wie ich, unentgeltlich engagieren“, zeigt sich Wilhelm Quast, auch nach mehr als 50 Jahren im Ehrenamt, immer noch hoch motiviert. Von seiner Umwelt wird der geschäftige Siefener als der „personifizierte CVJM Oberwiehl“ wahr genommen, da er scheinbar, wo und wann auch immer, in irgendeiner Mission für den Verein unterwegs ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Mitarbeit für „seinen Verein“ durch die vergangenen fünf Jahrzehnte und es macht ihm heute noch Spaß, sich für Jugendliche einzusetzen. Geboren 1940 in Bessarabien, dem heutigen Moldawien, fanden er und seine Mutter Berta nach den Kriegswirren 1951 in Oberwiehl eine neue Heimat. Sofort schloss sich der damals elfjährige der CVJM-Jungschar an und arbeitete nach zwei Jahren schon als Jungscharhelfer. Aus dem Helfer wurde mit den Jahren der verantwortliche Mitarbeiter, der wöchentlich Gruppenstunden für 60 bis 70 Jungs im vereinseigenen Jugendheim auf dem Pützberg durchführte. Er selbst besuchte regelmäßig die Jungenschaft, spielte Tischtennis und Handball im Verein, beteiligte sich an der Organisation von Zeltlagern und Freizeiten für Jugendliche. „Dank des vielschichtigen Programmangebotes hatte ich während meiner Jugend keinerlei Probleme und der Verein gab meiner Woche eine feste Struktur“, empfindet er die „Vereinsmeierei“ rückblickend als Geschenk.

 

Nach abgeschlossener kaufmännischer Lehre arbeitete er zunächst als Außendienstmitarbeiter im Lebensmittelbereich, wechselte 1965 zu einem namhaften Herstellerkonzern von Körperpflegeprodukten. Den ersten Ausflug der Oberwiehler CVJM-Handballmannschaft zu einer Deutschen Meisterschaft nach Fürth bei Nürnberg, organisierte Wilhelm Quast, 1967 noch selbst als Handballer aktiv. 1971 folgte die Heirat mit seiner Frau Karin und sieben Jahre später die Geburt ihrer Tochter Katja. Mittlerweile beruflich als Führungskraft für 18 Mitarbeiter verantwortlich, arbeitete er auf Vereinsebene mal mehr, mal weniger mit, blieb dem CVJM Oberwiehl aber stets latent verbunden. Als Sportwart brachte er in den 1970 Jahren seine organisatorischen Fähigkeiten in die stetig wachsende Handballabteilung ein. Zusammen mit dem damaligen Verantwortlichen, August Wilhelm Schmidt, machte er sich für den Wechsel der CVJM Mannschaft in den Westdeutschen Handballverband stark, der damals nicht unumstritten war. Als Vorstandsmitglied übernahm er lange Jahre Verantwortung für die Vereinsführung. „Warum bist Du eigentlich so blöd, Dich derart ehrenamtlich zu verausgaben“?, war eine häufig gestellte Frage auch aus dem Kollegenkreis. „Meine Motivation waren der Glaube und die überzeugung am richtigen Platz zu sein“, beantwortet er seinen Einsatz. Egal um welche Art von Veranstaltung es sich handelte- ob Planung und Durchführung von Familientagen, Vereinsausflüge, Meisterschaften mit hunderten von Gästen aus ganz Deutschland, die Einweihung des damals neu errichteten Paul-Schneider- Hauses- sie alle trugen seine Handschrift. über 25 Jahre saß er mit im Vorbereitungskreis, der die Maiwanderung der Siefener Dorfgemeinschaft plante. „Als Außendienstler habe ich gelernt, dass eine gute Organisation Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit ist“. Mit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1996 flachste Tochter Katja: „Papa hat nix mehr“, was seinen Aktionsradius auf andere gesellschaftliche Arbeitsfelder ausdehnte. Für den CVJM Oberwiehl wurde er Mitglied des Stadtsportausschusses, sowie des Jugendhilfeausschusses und unterstützte die Planungen der evangelischen Kirchengemeinde zum Pro Christ Event in der Wiehltalhalle.

Maßgeblich beteiligte er sich am Umbau des CVJM-Sportplatzgeländes in den Jahren 2005 bis 2007, wobei er die Spendenidee zur Finanzierung konzipierte und unzählige Gespräche mit Geldgebern führte. Mit der permanenten Pflege von Sponsorenkontakten flankiert er bis heute die laufende Jugendarbeit des CVJM Oberwiehl. Sein Name steht auch hinter der aktuellen Bausteinaktion, die die Kirchengemeinde zur Finanzierung des Kindergartenneubaus an der Ennenfeldstraße ins Leben gerufen hat. „Jeder Mensch hat Gaben, die man für die Allgemeinheit einbringen muss und es geschieht vieles auf der ehrenamtlichen Ebene“, ist für Wilhelm Quast selbstverständlich. Allerdings bemängelt er die oft einseitige Berichterstattung der Medien, die Katastrophen und Unglücke vorrangig in die Schlagzeilen bringt. In laufender Vorbereitung befinden sich zwei „Kirchturmwanderungen“ im Rahmen der Aktion „Weißt du wohin? Wiehl 2010“ und wie immer Planungen, um die Zukunftsfähigkeit „seines“ CVJM sicher zu stellen.

Quelle: Anzeigenecho



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