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Initiator

Engagement schlägt Brücken

gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Bündnis für Familie

Oberbergischer Kreis
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.
Wirtschaftsstandort Oberberg

www.familie-in-oberberg.de

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Der ehrenamtliche „Offizielle“ des CVJM Oberwiehl

Wilhelm Quast ist der Mann hinter den Kulissen

Wilhelm Quast„Gerade hier in Wiehl beobachte ich viele Menschen, die sich, genau wie ich, unentgeltlich engagieren“, zeigt sich Wilhelm Quast, auch nach mehr als 50 Jahren im Ehrenamt, immer noch hoch motiviert. Von seiner Umwelt wird der geschäftige Siefener als der „personifizierte CVJM Oberwiehl“ wahr genommen, da er scheinbar, wo und wann auch immer, in irgendeiner Mission für den Verein unterwegs ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Mitarbeit für „seinen Verein“ durch die vergangenen fünf Jahrzehnte und es macht ihm heute noch Spaß, sich für Jugendliche einzusetzen. Geboren 1940 in Bessarabien, dem heutigen Moldawien, fanden er und seine Mutter Berta nach den Kriegswirren 1951 in Oberwiehl eine neue Heimat. Sofort schloss sich der damals elfjährige der CVJM-Jungschar an und arbeitete nach zwei Jahren schon als Jungscharhelfer. Aus dem Helfer wurde mit den Jahren der verantwortliche Mitarbeiter, der wöchentlich Gruppenstunden für 60 bis 70 Jungs im vereinseigenen Jugendheim auf dem Pützberg durchführte. Er selbst besuchte regelmäßig die Jungenschaft, spielte Tischtennis und Handball im Verein, beteiligte sich an der Organisation von Zeltlagern und Freizeiten für Jugendliche. „Dank des vielschichtigen Programmangebotes hatte ich während meiner Jugend keinerlei Probleme und der Verein gab meiner Woche eine feste Struktur“, empfindet er die „Vereinsmeierei“ rückblickend als Geschenk.

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Tagesmütternetz

TagesmütternetzSeit vielen Jahren leisten Marianne Gerber, Gabriele Ochel-Mascher und Gisela Harr (v.li.n.re.) ehrenamtliche Vorstandsarbeit für das Tagesmütternetz im Oberbergischen Kreis. Die drei Vorstandsdamen sind ausschließlich ehrenamtlich tätig und kümmern sich um die Koordination im Verein, die Finanzen und die Leitung der sechs in Teilzeit angestellten Verwaltungs- und Pädagogikmitarbeiterinnen.

 

Das Tagesmütternetz vermittelt Tagesmütter und Kinderfrauen. Die Kinderfrauen werden in den Familien, direkt zuhause tätig, wenn zum Beispiel beide Elternteile berufstätig sind und sich nicht in Vollzeit um ihren Nachwuchs kümmern können. Die Tagesmütter, die den größten Anteil ausmachen, betreuen die Kinder dagegen in ihren eigenen vier Wänden. Jüngst ist der Verein vom Wiedenhof in die Reininghauser Straße 34 in Gummersbach umgezogen, wo man sich in den frisch renovierten Räumen richtig wohl fühlt. Neben dem Verwaltungsbüro am neuen Standort, wo alle Fäden zusammen laufen, gibt es eine Küche, einen Gruppenraum und Büros für die Beraterinnen, die allesamt modern und freundlich eingerichtet sind. Von dort aus werden zum Beispiel die rund 280 Tagesmütter, die sich vorher über sechs Monate weiterbilden lassen müssen, in die Familien vermittelt.

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Assistenz für junge Schwangere

Die „Assistenz für junge Schwangere“ entstand im Januar dieses Jahres und ist das Ergebnis der konstruktiven ZBunte Päckchenusammenarbeit der Freiwilligenbörse Oberberg, des Oberbergischen Kreises und der AWO Oberberg. Seitens der Beratungsstelle für Familienplanung und Schwangerschaftskonflikte der AWO war der dringende Bedarf für die intensivere Einzelbetreuung werdender Mütter artikuliert worden. über die einzelnen Beratungen hinaus, war vielfach eine längerfristige Begleitung der jungen Frauen erforderlich, die von den behördlichen und kirchlichen Trägern nicht geleistet werden konnte. Lisa Schumacher, Koordinatorin der Freiwilligenbörse Gummersbach und Teil des Netzwerkes „Weitblick-gemeinsam in Oberberg“, startete einen Aufruf, in dem engagierte Freiwillige gesucht wurden, um „Patenschaften“ für junge Schwangere zu übernehmen.

 

„Die Fähigkeiten sind vorhanden, sie müssen nur vernetzt werden. Gerade die Teamarbeit macht uns stark“, beschreibt die rührige 59-jährige ihr zentrales Anliegen. So entstanden zwei Gruppen von je acht Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet, die sich einmal monatlich in Wiehl und Bergneustadt zum Gesprächsaustausch treffen. Hier werden Fallbeispiele diskutiert oder konkrete Hilfeleistungen erörtert, wobei die fachliche Beratung von hauptamtlichen Mitarbeitern der AWO, der Beratungsstelle des Kreises, der Caritas und dem Verein „donum vitae“ geleistet wird. Diese stellen auf Wunsch auch den direkten Kontakt zwischen den hilfebedürftigen Frauen und der „Assistentez-Gruppe“ her. Anschließend entscheiden der Zeitumfang der Betreuung, die Entfernung und die passende „Chemie“, welche der Frauen tätig wird.

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Verein „Noh bieneen“

Claudia Finke, Noh Bieneen„Wenn ich heute durch das Haus hier in Thier gehe, freue ich mich einfach darüber, was wir hier geschafft haben“, sagt Claudia Finke, Vorsitzende des Vereins „Noh bieneen“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jungen Erwachsenen mit Behinderungen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben in ländlicher Umgebung zu ermöglichen. Selbst Mutter einer 26 Jahre alten, mehrfach schwerstbehinderten Tochter, war es der Gedanke an deren Zukunft, der sie auf die Idee eines eigenen betreuten Wohnprojektes brachte. Angeregt durch Ferienaufenthalte ihrer Tochter Sarina auf einem Bauernhof in Norddeutschland, gründete sie gemeinsam mit der heutigen stellvertretenden Vorsitzenden Martina Raczkowiak und weiteren Eltern behinderter Kinder 1996 den Verein „Noh Bieneen“ und ist seitdem als dessen Vorsitzende tätig. Die gelernte Betriebswirtin hatte vorher bereits viele Jahre ehrenamtlich bei der Lebenshilfe Wermelskirchen gearbeitet und somit einen guten Einblick in die Vorstandsarbeit eines Vereins erhalten.

„Dennoch waren die ersten Jahre ziemlich hart“, erinnert sich Claudia Finke, „wir mussten an so viele Dinge denken, Gelder sammeln, Öffentlichkeitsarbeit leisten, Behördengänge erledigen und oftmals wurden wir auch ein bisschen belächelt für unsere Idee.“ Doch die viele Arbeit zahlte sich aus und der Verein hatte bereits nach 6 Jahren durch viele Aktionen wie Basare und Spendenaufrufe genügend Eigenkapital gespart, um nach einem geeigneten Gebäude Ausschau zu halten.

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GeWoSie Nachbarschaftshilfeverein e.V. in Bergneustadt

Katharina Funke, GeWoSieEhrenamtliches Engagement findet in ganz verschieden Bereichen statt. Kultur und Bildung, Gesundheit und Pflege, Sport oder Ökologie und Technik können hier die Einsatzfelder sein. Durch das generationsübergreifende Projekt Weitblick soll eine Struktur für die Oberbergische Region geschaffen werden: Zukünftig sollen in 13 Stützpunkten in den Oberbergischen Städten und Gemeinden Standort-Lotsen das Ehrenamt sowie den freiwilligen Dienst vor Ort koordinieren und zu einem Netzwerk ausbauen. Dabei ist der interessierte Jugendliche genauso angesprochen, wie die ältere Generation, die sich mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung einbringen können. Wer sich angesprochen fühlt und auch freiwillig tätig werden möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei den Weitblickansprechpartnerinnen zu melden. Ein Treffpunkt für die Nachbarschaft durch den GeWo- Sie Nachbarschaftshilfeverein e.V. in Bergneustadt Mit einem Straßenfest wurde im Mai 2007 der Nachbarschaftstreff eingeweiht. Träger ist der „GeWoSie Nachbarschaftshilfeverein e.V.“ unter dem Vorsitz von Katharina Funke. Vielfältige Angebote, wie Schwangerschaft-Mutter-Baby-Treff, Kinderspielgruppe, Deutschkurs für Erwachsene, Kleinkindergruppe, Sprachförderung für Vorschulkinder, Offenes Frühstück, Gemeinsames Kochen international, aber auch verschiedene Beratungsangebote zu den Themen Gesundheit, Soziales und Sicherheit sind seither entstanden. Der Nachbarschaftstreff ist zu einer zentralen wohnungsnahen Anlaufstelle für Kommunikation, soziale Kontakte und Freizeitgestaltung geworden. Nachbarschaftliches Miteinander aller Kulturen und Generationen wird hier erleichtert.

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Als Hobbymalerin aktiv im Stadtmarketing

Der Kunsttreff Hückeswagen zieht seine Kreise

Marlies LützowMarlies Lützow, selbständige Systemische Familien- und Sozialtherapeutin in Hückeswagen arbeitet gerne mit Familien. Dabei wird die gesamte Familie als System wie auch das einzelne Familienmitglied in den Blick genommen. Über kreative Methoden werden bei ihrer Arbeit, die künstlerischen Ausdrucksformen, die in jedem Menschen stecken, erfolgreich genutzt. Ihre Freude mit künstlerischen Elementen zu experimentieren, verfolgt sie auch in ihrer Freizeit. Als Hobbymalerin im „Künstlertreff“ ist sie seit 2008 ehrenamtlich im Hückeswagener Stadtmarketing tätig. Aus den Niederlanden kam das Konzept, Künstler zu gewinnen, die im Freien schöne Motive der Stadt malen. Erstaunlich schnell ließen sich ehrenamtliche Künstler, kleine oder große, für diese neue Idee gewinnen. So fanden sich, als erste Aktion, ungeachtet des Bergischen Wetters, zwölf Hobbykünstler und eine Musikgruppe zum Weinfest am Hückeswagener Schloss ein. In drei Stunden entstanden kunstvolle Exponate.

Weitere Künstlerkreise, so z.B. eine Laienspielgruppe, eine Gesangstruppe, Schulen und soziale Einrichtungen schlossen sich mittlerweile ebenfalls mit ehrenamtlichem Engagement an. Weitere Ideen für neue Events im Rahmen des „Künstlertreffs“ entstehen gerade. „Wenn die eigene Begeisterung für eine „Sache“, was immer dies auch sein kann, spürbar ist, so zieht dies Kreise. Diese Erfahrung wünsche ich jedem Ehrenamtler. Denn mit Freude und Engagement kann unser oft so trister Alltag wieder neue Farbfacetten bekommen“, meint Marlies Lützow.

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Förderung des Handballnachwuchses

Handball und Engelskirchen, wenn einige diese Worte in einem Satz hören werden sie noch heute Freudentränen in
den Augen bekommen. Nach einer sehr erfolgreichen Zeit in den 80er Jahren wurde es immer stiller um diesen Mannschaftssport in Engelskirchen.


HandballerInnen in EngelskichenNach dem man, besser gesagt die Damenmannschaft des VfL Engelskirchens jahrelang in der Bundesliga gespielt hatte verblasste der Glanz und Handball verlor an Bedeutung. Mühsam hielt sich die ein oder andere Mannschaft auf Kreisebene bis dann mangels Nachwuchs die Aktivitäten auf ein Minimum gesunken waren. Hoffnung brachte der Zusammenschluss zur Spielgemeinschaft mit dem ASC Loope, denn hier war man erfolgreicher, was die Förderung der Jugend anging. Trotz der Rivalitäten der beiden Vereine blickte man nach dem Zusammenschluss auf eine gemeinsame Zukunft. Die Lohn dafür erhielt man auch schon wenige Jahre später. Nach weiteren Jahren mit viel auf und ab, stand man nun an einem Tiefpunkt, an dem ein Neuanfang gewagt werden konnte. Bedingt durch viele ausscheidende Mitglieder und wenig Freiwillige, gab es mehr Aufgaben als Amtsanwärter. Die Situation hat sich auch heute wenig entspannt, so ist der Trainer der weiblichen D-Jugend Gregor Andrieu gleichzeitig auch als Jugendwart aktiv und selbst aktiver Handballspieler.

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Neue Standortlotsen für das Freiwilligenengagement

Nicole Hackenberg bildet die künftigen Standortlotsen im Haus der Familie in Wipperfürth aus

Nicole HackenbergJeder kann seine Kompetenzen in die Freiwilligenarbeit vor Ort einbringen, so Nicole Hackenberg, Seminarleiterin der Ausbildungskurse für Standortlotsen. Diese sollen künftig an 13 Stützpunkten in den Oberbergischen Städten und Gemeinden eingesetzt werden:
Sie koordinieren das Ehrenamt und den freiwilligen Dienst vor Ort sie sind Vermittler und Ansprechpartner für die Menschen, die sich engagieren wollen. Engagement ist in unterschiedlichen Aufgabenbereichen möglich: Gesundheit und Pflege, Bildung und Kultur ebenso wie Sport, Ökologie oder Technik. Dabei sind Jugendliche genauso angesprochen, wie ältere Menschen, die ihre Lebensund Berufserfahrung mitbringen. Damit das Freiwilligen-Netzwerk in den Kommunen auch reibungslos funktioniert, kümmern sich pro Stützpunkt zwei Lotsen um die Ehrenamtlichen.
Für einige Standorte werden hierfür noch dringend Lotsen gesucht. Sie akquirieren, motivieren und unterstützen dann die potentiell Engagierten auf dem Weg zur Übernahme eines Ehrenamtes. Die Standortlotsen sollten neben Zeit und Engagment vor allem Einfühlungsvermögen mitbringen, da sie für jeden, der seine Kraft zur Verfügung stellen will, das passende Betätigungsfeld finden sollen, so Nicole Hackenberg weiter.
Dabei hilft den Lotsen eine spezielle Ausbildung, die in Seminar-Modulen im Haus der Familie in Wipperfürth erfolgt. So bringt Nicole Hackenberg den Lotsen dort das Nötige know how bei. Von der Analyse des bestehenden Engagements, dem Gewinnen und Motivieren neuer Ehrenamtlicher über Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Moderationstechniken und Rechtsfragen.

Nach einem Vorgespräch erfolgt die kostenlose Ausbildung und der spezifische Einsatz in der Kommune. Das Lotsenengagement ist ehrenamtlich. Der Lotse bekommt für seine Arbeit ein Büro gestellt und verpflichtet sich wöchentlich acht Stunden zu investieren. Er wird für seine Arbeit versichert und die Fahrtkosten werden ihm erstattet.

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Einsatz für andere bringt unendlich viel Freude

Jutta Düfer – Kraft der Allgemeinheit zur Verfügung stellen

Jutta DüferAls Jutta Düfer im Sommer dieses Jahres nach beinahe 40 Berufsjahren als Lehrerin die Hauptschule Lindlar verließ um in den Ruhestand zu gehen, war bereits klar, dass es allzu ruhig auch zukünftig bei ihr nicht werden würde. Als Koordinatorin für Gesundheitserziehung und –förderung aller Schulen Oberbergs hat sie in den letzten Jahren viele Kontakte geknüpft, und so ist bereits während ihrer Zeit als Lehrerin Interesse an einer Mitarbeit bei donum vitae e.V. entstanden. Doch erst nach ihrer Pensionierung hat Jutta Düfer dann mit der Arbeit im Vorstand des Vereins zur Schwangerenkonfliktberatung in Gummersbach begonnen, um sich voll und ganz der Aufgabe widmen zu können.
„Von dem Netzwerk, das damals bei der Koordinationsarbeit entstanden ist, profitiere ich immer noch“ sagt sie, „ich habe dadurch viele Menschen kennengelernt und diese Kontakte kann ich heute oftmals nutzen.“ Neben ihrer Tätigkeit für donum vitae arbeitet sie seit mehreren Jahren ehrenamtlich im Vorstand der Musikschule Gummersbach Bereits während ihrer Berufstätigkeit war es der in Engelskirchen lebenden Lehrerin für Deutsch, Englisch und Geschichte wichtig, sich sozial zu engagieren, vor allem Kinder lagen und liegen ihr besonders am Herzen. So hat sie die Erlöse aus schulischen Aktionen der Kinderkrebshilfe, einem Kinderhospiz oder auch einer Schülerin mit einem behinderten Kind gespendet. „Ich habe viele Kollegen und Bekannte dazu gebracht, auf Geburtstagsgeschenke zu verzichten, denn man hat doch eigentlich alles“ erzählt sie, „das so gesammelte Geld haben wir dann gespendet.“

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„Dienen kommt vor verdienen“

Heidi Gebhard- Stationen eines bewegten Lebens

Heidi Gebhard„Du musst immer Gutes für die Menschen tun und nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen“, das gaben die Eltern von Heidi Gebhard ihrer Tochter mit auf den Lebensweg. Daran hat sich die heute 87-jährige Heidi Gebhard, geboren im schlesischen Schwientochlowitz, streng gehalten. Die gelernte MTA setzt sich seit ihrer Jugend für Bedürftige und soziale Projekte ein. 1942 ist sie von zuhause fortgegangen, um mit dem roten Kreuz zuerst in Liegnitz als Krankenschwester zu arbeiten. Später übernahm sie dann in Bad Hermsdorf die innere Abteilung eines Labors. Von 1944
bis 1945 hat sie in Lazaretten gearbeitet und vielen verletzten Soldaten zu etwas mehr Lebensfreude verholfen hat, indem sie Extraportionen Schokolade und Zigaretten besorgte. Eineinhalb Jahre war sie in Wollmatingen in französischer Gefangenschaft. In dem Entlassungslager in Singen am Hohentwiel lernte sie ihren ersten Mann kennen. 44 Jahre lebte sie in Mainz und vor 17 Jahren zog Gebhard zu ihrem zweiten Mann nach Waldbröl. Großes Engagement
setzt sie in die Partnerstadt von Waldbröl, Swiebodzice.

Foto: Rechenberger

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